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4. März 2026 Kindergartenbeiträge in Egweil steigen deutlich |
Die Gemeinde Egweil hat auf der jüngsten Gemeinderatssitzung die Kinderbetreuung neu auf die Beine gestellt und zudem eine Betriebsvereinbarung für die Kindertageseinrichtungen beschlossen.
Es wird im Regelbetrieb eine Gruppe „Spatzennest“ für über dreijährige Kinder (Ü3) und eine Krippe für unter dreijährige Kinder (U3) geben. Dazu wird der Waldkindergarten mit den „Waldspatzen“ für über dreijährige Kinder wieder aufgebaut. Ein dazugehöriger Wagen wurde aus der Gemeinde Denkendorf in gebrauchtem Zustand für 60.000 Euro gekauft. „Er entspricht 1:1 dem abgebrannten Wagen“, erläuterte Bürgermeister Johannes Schneider.
Erzieherinnen verlassen Einrichtung
Die Kindergartenbeiträge wurden dazu für alle Einrichtungen neu festgesetzt. Sie wurden im Vorfeld in Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat abgestimmt und steigen um zwanzig Prozent ab dem 1. September 2026. Für die Ü 3-Kinder bleibt die Förderung durch den Freistaat von einhundert Euro pro Kind.
Bei den Krippenkindern muss der volle Beitrag von den Eltern getragen werden. „Damit liegt Egweil immer noch im unteren Drittel im Vergleich zu anderen Gemeinden“, stellte Schneider heraus. Das Ergebnis wäre ein guter Kompromiss mit allen Beteiligten. Für die Eltern steht an erster Stelle eine funktionierende und verlässliche Kinderbetreuung.
Zu den geplanten Veränderungen im Personal informierte Schneider, dass sie durch ein beiderseitiges Entgegenkommen nicht so drastisch wie ursprünglich angenommen ausfallen würden. „Aber es werden einige den Kindergarten verlassen“, bedauerte er. Mit Jolanta Loba werde es nur noch eine Leitung mit Sitz im Spatzennest am Attenfelder Weg geben. Alle Festlegungen wurden in Abstimmung mit dem Jugendamt und dem BRK als Träger festgesetzt.

für einen Waldkindergarten genutzt.- Foto: Hans-Peter Gabler
Andere Kriterien für Waldkindergarten
Gemeinderat Markus Riedlberger bemängelte zudem den in der letzten Sitzung beschlossenen Haushalt und eine Ungleichbehandlung der Kinder in der behördlich kalkulatorischen Bewertung. Für ihn sei es nicht entscheidend, in welcher Einrichtung die Kinder seien - ob Wald- oder Regelkindergarten.
Schneider wies darauf hin, dass für einen Waldkindergarten grundsätzlich andere Kriterien gelten und damit auch die Bewertung anders angelegt werden müsse. Riedlberger gab weiter zu bedenken, dass es in der Bevölkerung schwer nachzuvollziehen sei, dass viel Geld in den Waldkindergarten investiert werde, wo doch jetzt Räume im Attenfelder Weg leer stünden. Für ihn war es zudem unverständlich, dass noch vor einem halben Jahr zwei Leiter durch die räumlich getrennten Einrichtungen nötig waren und jetzt nur eine Leitung ausreichend ist.
Aus den Reihen der Egweiler Gemeinderäte kamen die Argumente, dass eine Investition in den Waldkindergarten einmalig sei, während im Regelkindergarten ständige Fixkosten abgedeckt werden müssten. Mit drei Gegenstimmen wurde die vorgestellte Betriebsvereinbarung angenommen.


